Umfrageergebnis anzeigen: Hat sich die Art Deines persönlichen Musikkonsums durch das Internet verändert?

Teilnehmer
54. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, zum Negativen (bin übersättigt / Festplatte quillt über / Halbwertszeit ist stark gesunken)

    7 12,96%
  • Ja, zum Positiven (finde vielmehr gute Musik als vorher)

    39 72,22%
  • Nein, Internet hat meinen Blick auf Musik nicht verändert

    6 11,11%
  • Kann ich nicht beurteilen

    2 3,70%
+ Antworten
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Ergebnis 11 bis 20 von 20

Thema: Digitaler Musikkonsum in den Zeiten von web 2.0 – Fluch oder Segen? [Diskussion]

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  1. #11
    Status : 2mas ist offline
    Registriert seit: 18.08.2005
    Alter: 25
    Beiträge: 1.529
    Ich will den Leuten das ja nicht aufzwingen, sondern anfangs Multifunktionsgeräte auf den Markt bringen. Die streams müssten dann billig genug angeboten werden, dass sie es schaffen, über einen längeren Zeitraum hinweg, die herkömmlichen Medien zu verdrängen. Natürlich muss man über geschicktes Marketing den Leuten einen Stoß in die richtige Richtung geben. Und natürlich ist das auch mit immensen Kosten verbunden, doch da muss man halt abwägen, ob man nur noch reagieren oder auch agieren will.

    Ich bin gerne bereit, für die Musik zu zahlen, jedoch will ich keinen dritten sich daran eine goldene Nase verdienen lassen.
    Lache keinen Dummkopf aus!
    Er könnte klüger sein als du.

  2. #12
    Status : daniel_b ist offline
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    Beiträge: 257
    tja, heikles Thema und sicher auch tausend unterschiedliche Meinungen und viele Standpunkte! ;)
    Im Grunde hängt immer davon ab aus welcher Sicht man das sieht, ein wenig kann ich alle Seiten verstehen (Musikindustrie, Produzenten, Recordstores, Künstler, Konsumenten...).

    Aus Sicht des Konsumenten finde ich das natürlich sehr schön, allerdings ist auch wieder sehr schlecht das es einfach zuuuu viel Material gibt und es viel Zeit kostet gut von weniger gutem zu sortieren.

    Aus Sicht eines DJs finde ich es gut das ich auch mal Feedback von den Leuten für Sets bekomme und auch sehr gut das ich hören kann was Andere für Musik spielen.

    Aus Sicht der Künstler ist es natürlich teilweise schlecht wegen den so genannten "Raubkopien", wobei ich für eine Kulturflaterate bin und damit das Argument nicht direkt vertrete.

    What ever, ich glaube über das Thema kann man ganze Bücher schreiben! ;)

  3. #13
    Super-Moderator
    Status : eden ist offline
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    What ever, ich glaube über das Thema kann man ganze Bücher schreiben!
    Is schon fast in Arbeit ;-) Zumindest, wenn ich mir meine Gedanken dazu auf dem Rechner anschaue. Alles begann damit, dass ich ein Konzept für eine "NetaudioGuerilla" erarbeiten wollte. Dann kam ich vom Hundertsten ins Tausendste. Momentan beschäftigt mich dieses Thema sehr und irgendwie bleiben meine anderen Aufgaben deshalb auf der Strecke. Über Flatrates habe ich auch schon nachgedacht, allerdings fehlt mir noch eine Idee, wie man das eingenommene Geld sinnvoll und gerecht veteilen kann.
    ... und im übrigen bin ich der Meinung, dass Netaudio noch viel zu unbekannt ist.

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  4. #14
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    Status : eden ist offline
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    Beiträge: 7.319
    Ich habe nun meine Gedanken geordnet, die Schreibweise überarbeitet, neue Gedanken eingefügt und ein ca. elf seitiges Essay geschrieben. Mit der Veröffentlichung warte ich aber noch bis Mitte April. Danngibts das als PDF zum Download.

    Bis dahin...

    PS.: Es ist weiterhin Deine Meinung gefragt. Also lass raus was dich bewegt!
    ... und im übrigen bin ich der Meinung, dass Netaudio noch viel zu unbekannt ist.

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  5. #15
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    Status : mamers ist offline
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    Nen sehr interessantes Thema, was ich hier gerade entdecke.. Mag da jetzt
    auch nicht irgendwie vorweggreifen, weil ich nich weiß, was jetzt in den
    11-seitigen Stück drin ist.. freue mich auf die PDF!

  6. #16
    Super-Moderator
    Status : eden ist offline
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    @mamers: Nächste Woche ist es soweit - dann schalte ich die pdf frei. Muss noch "etwas" abwarten ;)
    ... und im übrigen bin ich der Meinung, dass Netaudio noch viel zu unbekannt ist.

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  7. #17
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    Status : eden ist offline
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    Die überarbeitete PDF - Version ist jetzt online


    Überarbeitetes Essay als PDF - Download


    Die Anregungen der Diskussion hier im Board und mit Bekannten, sowie Artikel zum Thema haben mich dazu bewogen, meine Gedanken ein wenig mehr zu Formen und in eine PDF zu packen. Einige Gedanken wurden ausgearbeitet, andere verworfen und es wurden natürlich auch Neue hinzugefügt.

    Essay: Digitaler Musikkonsum im Internetzeitalter – Fluch oder Segen? (PDF)

    Ich hoffe auf eine rege Leserschaft und eine fruchtbare Diskussion hier im Tread. Also lasst raus was euch bewegt!
    ... und im übrigen bin ich der Meinung, dass Netaudio noch viel zu unbekannt ist.

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  8. #18
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    Status : mamers ist offline
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    Alter: 30
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    Danke Eden.. wirklich tolle Gedankengänge, die da eingeflossen sind.
    Manchmal liest es sich zwar ein wenig schwierig, durch die wirtschaftlichen
    Züge aber das ist kein Hindernis, darüber einmal für sich selbst und im
    Allgemeinen nachzudenken.

    Ich gehe mal zu Punkt 1.3.

    Konkurrenzprodukt Mixset-Deejays: Freunde und Feinde der
    Musikproduzenten

    Gehen wir zu der Phase, wo es um Vinyl vs. Soundfiles geht...

    Ich glaube nicht, dass sich die Mixtechniken auf breiter Front hin zu
    Soundfiles bewegen werden.. Betrachten wir mal den Aspekt, das dass
    Soundfile auf dem Rechner etc. liegt und die Pladde auf dem Teller. Bei
    ersteren steckt einfach zuviel Technik drin, auf die man sich verlassen
    muss. In der Praxis und im technischen Ernstfall ist dieses Rechenzentrum
    und die Software komplizierter zu ersetzen, als ein weiterer Plattenspieler
    (während die andere Platte noch läuft) oder eine neue Nadel.

    Ein weiterer Aspekt.. ein DJ geht zum Plattendealer seines Vertrauens, sucht
    nach Platten, legt die auf den Teller, hört Sie sich an, mixt Sie manchmal
    gleich und macht somit eine ausgezeichnete Selektion. Am Ende geht er
    bezahlen und hat für sich Qualität in der Hand, die er verarbeiten kann und
    vor allem schon einmal in herausragender Qualität, noch vor seinem Kauf,
    gehört hat.

    Wie geht das im Internet? Da funktioniert dies nur mit Netaudio!
    Alleine mit Schnipseln von käuflich erwerblichen Soundfiles kann man nicht
    aussagekräftig stöbern, selektieren und erkennen, ob was auf der Tanzfläche
    funktioniert.

    Suggerieren wir mal der Vinylmarkt wäre tot und der Plattenladen soll
    im Internet vollwertig ersetzt werden. Dann müssten aus den Soundschnipseln
    komplett anhörbare, vor allem vom Klang her qualitativ extrem hohe Soundfiles
    werden. Dann wiederum ist es ein leichtes diese Files hochwertig aufzuzeichnen
    und somit den käuflichen Erwerb zu umgehen.

    Alleine diese 2 Gesichtspunkte lassen mich nicht davon ausgehen, dass
    sich ein überwiegender Trend hin zu Soundfile Mixing herauskristallisieren
    wird.

    Vinylkultur bleibt einzigartig und wird auch auf Dauer überleben.. denksch mal :)

    Innovationen sind zu erwarten. Mixsets mit Raumklang: Töne werden quer durch den Raum gejagt: Hinten ein Grollen, vorne ein Brummen, von oben ein Donnern und von den Seiten der Bass. Sowas geht mit Vinyl nicht. Digital wäre es möglich, vorausgesetzt es gibt passende Soundanlagen.
    Mit entsprechender Technik ist das natürlich auch mit Vinyl möglich. Ich
    meine es gibt doch eigentlich kein Unterschied ob ich nun ein Soundfile durch
    einen zusätzlichen Baustein Technik jage, oder das Musikstück auf Vinyl?
    Oder sehe ich das falsch?

    Das zunächst mal zu diesem Punkt, bei dem nun der wirtschaftliche Aspekt
    außen vorgelassen wurde.. Ist jetzt doch nen bisgen viel geworden, zu nem
    Punkt, auf den nicht der eigentliche Focus des Essays liegt..

    Meinungen?
    Geändert von mamers (14.05.2007 um 22:08 Uhr)

  9. #19
    Super-Moderator
    Status : eden ist offline
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    Ort: Rio & MD
    Alter: 27
    Beiträge: 7.319
    Danke für Deinen Beitrag Mario. Du hast einige interessante Punkte angesprochen, die ich nun kommentieren möchte.

    Betrachten wir mal den Aspekt, das dass Soundfile auf dem Rechner etc. liegt und die Pladde auf dem Teller. Bei ersteren steckt einfach zuviel Technik drin, auf die man sich verlassen muss.
    Dieses Argument ist oft zu Hören und ist nicht ganz von der Hand zu weisen, zumindest wenn man sich Soundfile-DJing mit herkömmlichen Laptops vorstellt. Die Angst, dass der Rechner abstürzt und dann die Show vorbei ist, kann durchaus abschreckend wirken. Aber viele Liveacts (die in letzter Zeit immer beliebter werden) arbeiten auf der Bühne mit ihren Computern, also ist die objektive Störanfälligkeit wahrscheinlich nicht all zu hoch. Ich denke das Problem ist eher psychischer Art - noch fehlt das Vertrauen in die neue Technik und ein angemessener Umgang mit dem Musikinstrument Computer. Wenn man seinen (billigen) Wohnzimmer Laptop, der neben dem Musizieren auch für alle anderen PC - Anwendungen verwendet wird, mit in die Clubs nimmt, ist ein Ausfall sicher wahrscheinlicher. Ist das System auf die Anforderungen richtig abgestimmt, wird es auch relativ zuverlässig arbeiten. Plattenspieler ist auch nicht gleich Plattenspieler, genauso verhält es sich mit Notebooks. Schaut man beispielsweise auf http://www.computerdj.net/ sieht man was so alles technisch möglich ist (hier sei auf den OODJ Laptop (Klicken) verwiesen).

    Aber ist es überhaupt notwendig einen PC zum Mixen von Soundfiles zu verwenden? Stöbert man durch die Technikteile einschlägiger Musikzeitschriften, so stößt man auf eine Reihe von Gerätschaften, die man mit USB - Sticks füttern kann - dann ist selbst nicht einmal der eigene Rechner notwendig.

    ein DJ geht zum Plattendealer seines Vertrauens
    Das mag teilweise stimmen. Allerdings stellt sich mir hier die Frage, wieso sich die OnlinePlattenhändler, welche auch nur kurze Schnipsel zum Vorhören anbieten, wachsender Beliebtheit erfreuen. Der Mehrwert des Plattenladens scheint nicht all zu hoch zu sein. Zumindest reicht ein relativ kleiner Preisunterschied schon, um den Onlinekauf vorzuziehen. Auch ist der Gang in den Plattenladen leider zum Privileg der Großstädter geworden. Wer außerhalb wohnt, muss weite Wege in Anspruch nehmen und viel Zeit opfern um an das "schwarze Gold" im Laden zu kommen.

    Dann müssten aus den Soundschnipseln komplett anhörbare, vor allem vom Klang her qualitativ extrem hohe Soundfiles werden. Dann wiederum ist es ein leichtes diese Files hochwertig aufzuzeichnen und somit den käuflichen Erwerb zu umgehen.
    Hier sehe ich eigentlich kein Problem. Es spricht nichts dagegen hochwertige (fast komplette) Soundfiles zum Vorhören bereitzustellen. Man könnte ab und zu ein Störgeräusch (z.B. kurzes WerbeJingle ("Name des Vertriebs") einstreuen, schon kann man es nicht mehr vor Publikum spielen. Aber selbst das ist im Prinzip nicht notwendig. Wenn sich jemand dazu entschieden hat Musik zu kaufen, wird er dies auch tun. Es gibt jetzt schon genug Möglichkeiten die Tracks auch illegal zu beziehen, das Aufzeichnen wäre nur eine weitere Variante. Der käufliche Erwerb lässt sich schon lange umgehen.


    Ich denke aber, diese Argumente sind nicht der springende Punkt. Der Vorteil von Soundfiles besteht in den erweiterten Möglichkeiten die Musik im Set einzusetzen. Sie zu bearbeiten, stärker zu verändern. Vinyl ist ein physischer Träger, der an physischen Grenzen scheitert. Deshalb konnen Soundfiles technisch gesehen eine viel höhere Klangqualität liefern als Vinyl und bieten mehr Möglichkeiten. Wer es versteht die Möglichkeiten zu Nutzen und einzusetzen hat einen "Marktvorteil" gegenüber anderen DJs. Den tanzenden Publikum ist es relativ egal, wie die Musik erzeugt wird. Hauptsache es rockt! Der Veranstalter ist an einem vollen Haus interessiert und wird das buchen, was das Publikum nachfragt. Die Konkurrenz zwischen den Acts sorgt für Qualitätssteigerungen und Innovationen und wird, so meine These, den Vinylmarkt langfristig zum Erliegen bringen.


    Also Deejays: Was meint ihr?

    - soweit ersteinmal mein Standpunkt dazu, es sei darauf hingewiesen, dass der hier behandelte Punkt nur ein Argument in Bezug auf das Ende physischer Musikträger im Essay ist -
    ... und im übrigen bin ich der Meinung, dass Netaudio noch viel zu unbekannt ist.

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    . . . . . . . . . . . . . eden@myspace

  10. #20
    Super-Moderator
    Status : mamers ist offline
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    Ort: Hannover/Löbau
    Alter: 30
    Beiträge: 4.772
    Joar das Argument mit dem Plattenladen hast Du so ziemlich entkräftet. Wobei
    dies ja tatsächlich überwiegend regional zu sehen ist.. der DJ aufn Dorf wird die langen
    Reisen nicht in Kauf nehmen, zumal das noch zusätzlich die Anschaffungskosten
    verteuert. Dennoch sehe ich in nem guten Plattenladen immer noch einen Mehrwert
    für den DJ der dort einkaufen kann und geht, gegenüber dem Internet. Aber die DJ´s
    unter uns können dies sicher besser einschätzen.

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